Sonntag, 26. Juli, 2026

Sommerpause

Mein Laptop und ich machen eine Pause und zwischen Sonnenlicht, Kaffee und ein paar liegen gebliebenen Ideen entsteht Raum für Neues.

Ab September geht es hier weiter - mit Digitaler Souveränität, Cybersecurity, OSINT, CTFs und den kleinen Aha-Momenten, für die sich das Dranbleiben lohnt.

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Dienstag, 21. Juli, 2026

Raus aus Big Tech #18 - Es bewegt sich was in Österreich


Einleitung Raus aus BigTech: Österreichisches Framework für digitale Souveränität

Der Verband Österreichischer Software Innovationen VÖSI hat unter https://voesi.or.at/digital-sovereignty/ die Version 9.0 des Österreichischen Frameworks für digitale Souveränität veröffentlicht. Bis 4. September kann man Feedback geben.

Sonntag, 12. Juli, 2026

Raus aus Big Tech #17 - Wer schon raus ist…

Das Österreichische Bundesheer ist schon länger aus Microsoft Office ausgestiegen, jetzt geht auch die Schweizer Armee diesen Schritt, nachzulesen bei Heise (aufgerufen am 12.07.2026)

Sonntag, 5. Juli, 2026

Raus aus Big Tech #16 - Google Maps


Einleitung Raus aus BigTech: Ausstieg aus Google Maps

OpenStreetMap

OSM ist vor allem eine offene Geodatenbank, eine riesige Sammlung von Kartendaten: Straßen, Wege, Gebäude, Geschäfte, Parks, Hydranten, Radwege, Öffis, Bankerl, Mistkübel, Wanderwege und alles, was Menschen sonst noch in Karten eintragen.

OSM wurde 2004 in Großbritannien von Steve Coast gegründet und ist seitdem zu einem weltweiten Community-Projekt gewachsen. Die OpenStreetMap Foundation unterstützt das Projekt organisatorisch und rechtlich.

Ein wichtiger Unterschied zu Google Maps ist der, dass ich bei OpenStreetMap nicht nur Nutzerin sondern auch Mitgestalterin sein kann. Wenn etwas fehlt oder falsch benannt ist, kann ich das korrigieren und ergänzen.

Die Daten von OpenStreetMap stehen unter der Open Database License. Man darf sie nutzen, kopieren, weiterverarbeiten und in eigene Projekte einbauen, solange man die Lizenzbedingungen wie Attribution und Share-Alike beachtet.

Kann OpenStreetMap navigieren?

Auf openstreetmap.org gibt es eine Routenfunktion. OpenStreetMap-Daten enthalten auch die Informationen, die man fürs Routing braucht: Straßen, Wege, Einbahnregelungen, Fahrradwege, Fußwege und so weiter. Es gibt viele Routing-Dienste und Apps, die OSM-Daten verwenden. Zum Navigieren ist aber eine App wie OsmAnd zu empfehlen.

OsmAnd bietet Offline-Karten, Navigation, POIs, GPX-Tracks und viele Zusatzfunktionen und ist über den Play Store erhältlich. Achtung beim AddOn Mapillary - es wird oft als Alternative zu Google Street View gesehen, gehört aber seit 2020 zu Meta und widerspricht daher meinem Ziel, aus Big Tech auszusteigen.

Street View Alternative Panoramax

Panoramax wird im OSM-Wiki als föderierte Lösung für geolokalisierte Straßenbilder beschrieben - im Grunde wie ein selbst hostbares Street View, aber mit freier und offener Architektur.

uMap - die Alternative zu Google My Maps

uMap kommt ziemlich nah an Google My Maps heran: man kann hier eigene Karten erstellen, Marker setzen, Linien und Flächen zeichnen, Layer anlegen, Karten teilen oder auf der eigenen Website einbetten. uMap ist eine freie Open-Source-Anwendung. Sie wurde ursprünglich von Yohan Boniface erstellt und wird unter anderem von OpenStreetMap France gehostet.

Und auf öffentlichen uMap-Instanzen sieht man veröffentlichte Karten anderer User, oft in Kategorien wie Bildung, Umwelt, Verkehr, Tourismus oder Geschichte.

Overpass Turbo: Wenn man die Karte befragen will

Overpass Turbo ist ein webbasiertes Tool, mit dem man OpenStreetMap-Daten abfragen und die Ergebnisse auf einer Karte anzeigen kann. Es nutzt die Overpass API. Overpass Turbo wird von Martin Raifer gepflegt; die Overpass API selbst geht wesentlich auf Roland Olbricht zurück.

Ein einfaches Beispiel: Ich will alle Trinkwasserstellen im aktuellen Kartenausschnitt finden. Dann kann eine Overpass-Abfrage ungefähr so aussehen:

[out:json][timeout:25];
node[”amenity”=”drinking_water”]({{bbox}});
out body;
>;
out skel qt;

Man muss die Sprache nicht sofort können, denn Overpass Turbo hat einen Wizard, der beim Erstellen von Abfragen hilft.

Google Maps zeigt mir, was Google für mich relevant findet. Overpass Turbo zeigt mir, was ich selbst aus den Daten herausholen möchte.

Fazit

Für mich ist OpenStreetMap kein perfekter 1:1-Ersatz für Google Maps. Google Maps hat noch Bereiche, in denen es schwer zu ersetzen ist: Live-Traffic, Echtzeitnavigation, viele Unternehmensdaten, Fotos, Rezensionen und Informationen zu sehr vielen Orten. OSM ist im Bereich der Datenrecherche (Overpass Turbo) und bei Datenschutz und Souveränität ganz klar überlegen.

Sonntag, 28. Juni, 2026

Raus aus Big Tech #15 - PowerPoint


Einleitung Raus aus BigTech: PowerPoint

Der Umstieg von Microsoft PowerPoint auf LibreOffice Impress war für mich überraschend unkompliziert. Ich hatte ehrlich gesagt damit gerechnet, dass ich mich erst länger umgewöhnen muss und dass möglicherweise meine vorhandenen Präsentationen nicht funktionieren, aber das war gar nicht der Fall. Ein paar Schriften waren am System nicht vorhanden, aber diese lassen sich ja nachinstallieren. Besonders angenehm ist, dass man die Oberfläche so einstellen kann, dass sie sehr ähnlich wie PowerPoint aussieht, mit Referentenansicht und Notizen. Dadurch fühlt sich Impress wie ein vertrautes Werkzeug an. Meine alten PPTX-Dateien konnte ich problemlos öffnen, und sogar die Animationen funktionieren - das war für mich einer der wichtigsten Punkte.

Spannend ist der Export als Hybrid-PDF: LibreOffice kann beim PDF-Export die ODP-Präsentation mit einbetten, das PDF sieht dann in normalen PDF-Viewern wie ein normales PDF aus, bleibt aber in LibreOffice wieder editierbar. PowerPoint kann natürlich auch als PDF exportieren, aber Microsoft nutzt den normalen PDF/XPS-Export.

Normalerweise speichert man Impress-Präsentationen als .odp. Technisch ist eine .odp eigentlich ein ZIP-Container. Darin liegen mehrere Dateien: XML-Dateien für Inhalt, Formatierung, Metadaten, eingebettete Bilder, Medien usw. Vorteil: Die Datei ist kompakter, normal kompatibel und das Format, das man im Alltag verwenden sollte.

Zusätzlich kann Impress Präsentationen aber auch als .fodp speichern: eine Flat OpenDocument Presentation ist dieselbe Art von Präsentation, aber als eine einzige, unkomprimierte XML-Datei gespeichert. “Flat” heißt hier: alles möglichst in einem einzigen XML-Dokument. Dadurch ist die Datei meistens größer, aber dafür sehr gut lesbar für Tools, Git, Diff-Vergleiche und Versionskontrolle.

Und unterschiedliche Varianten von PPTX beherrscht Impress ebenso.