Sonntag, 12. April, 2026

Raus aus Big Tech #5 - Passwort im Browser?


Einleitung Raus aus BigTech: Passwort im Browser?

Wir alle wissen, dass es keine gute Idee ist, die Passwörter im Browser zu speichern, trotzdem sind wir oft zu bequem, um es nicht zu tun. Wir beachten die Sicherheitsempfehlungen, lange sichere Passwörter zu verwenden, aber niemals dasselbe Passwort bei unterschiedlichen Plattformen. Vielleicht verwenden wir sogar einen Passwortmanager, aber wenn manche Websites uns nach 5 Minuten ausloggen und wir den Zugang aber gefühlt alle 15 Minuten benötigen, dann nehmen wir nur zu gerne das Angebot an, dass die Credentials im Browser gespeichert werden, oder?! ;)

Im Browser gespeicherte Passwörter sind generell fragwürdig. KeePass speichert die Passwörter in einer kbdx Datei offline und verschlüsselt, man muss allerdings jedes Mal das Passwort herauskopieren und auf der Website einfügen.

Proton Pass gibt es als Plugin für Firefox und es bietet das automatische Ausfüllen an, obwohl die Passwörter lokal gespeichert sind. Ich muss mir nur den Entsperrcode für das Plugin merken. Synchronisierung zwischen Devices ist mit Proton Account möglich. Die Übertragung erfolgt verschlüsselt. Die Credentials lassen sich in Gruppen einteilen, sortieren und verwalten. Bei einer Passwortänderung werde ich gefragt, ob ich den Eintrag aktualisieren will. Wenn ich einen neuen Login erstelle, bietet mir Proton auch die Erstellung eines sicheren Passworts an.

Ein Wort zu Browsern

Ich nutze gerne verschiedene Browser, vor allem wenn ich meine Website optimiere. Allerdings habe ich einen erklärten Favoriten: die Firefox Developer Edition
Firefox ist aus europäischer Sicht die beste Wahl, weil Mozilla als gemeinnützige Organisation auftritt und Firefox als wichtiger Gegenpol zu den Chromium-Browsern gilt. Das ist für Europa interessant, weil es digitale Vielfalt, offene Standards und die Unabhängigkeit von den ganz großen Plattformen stärkt.

Vivaldi ist aus europäischer Sicht ebenfalls sehr sympathisch, weil das Unternehmen unabhängig ist und seinen Sitz in Norwegen und Island angibt. Es ist aber technisch trotzdem ein Chromium-Browser, also nicht unabhängig von Googles Browser-Basis.

Brave ist stark beim Datenschutz und blockiert Tracker standardmäßig, ist aber ein US-Produkt und ebenfalls Chromium-basiert. Europäisch gedacht ist er daher gut für Privatsphäre, aber nicht für technologische Unabhängigkeit von Chromium.

Opera wirbt mit „built in Europe“ und nennt Datenspeicherung in Europa für bestimmte freigegebene Daten, ist aber heute kein klassisch unabhängiger europäischer Gegenpol mehr und ebenfalls Chromium-basiert.

Mit Chrome, Edge und Safari bekomme ich Komfort statt Souveränität, daher am besten weg damit.