Wenn wir über digitale Souveränität reden, sprechen wir meistens über Cloud, Messenger, Office, Betriebssysteme und Big Tech. Alles richtig. Aber irgendwann sitzt man trotzdem vor einem Laptop. Ganz ehrlich: Einen vollständig europäischen Laptop gibt es praktisch nicht. Die Bauteile kommen aus internationalen Lieferketten. Aber egal ist es trotzdem nicht, wo man kauft.
Interessant sind für mich vor allem Schenker/XMG und TUXEDO Computers. Beide kommen aus Deutschland, beide setzen auf konfigurierbare Geräte, beide sind näher an der digitalen Souveränität dran als andere Hersteller. Positiv ist auch: Bei XMG/Schenker und TUXEDO ist Aufrüstbarkeit nicht nur Marketing. RAM- und SSD-Upgrades sowie Wartung sind ausdrücklich vorgesehen. Bei sachgerechtem Vorgehen verliert man laut Herstellerangaben nicht automatisch die Garantie. Wer beim Umbau etwas beschädigt, kann dafür natürlich nicht den Hersteller verantwortlich machen, aber allein das Öffnen des Geräts ist hier nicht das Problem.
Schenker/XMG aus Leipzig bietet neben Businessgeräten auch starke Gaming-Laptops an.
TUXEDO Computers finde ich besonders spannend, weil die Geräte auf Linux ausgelegt sind.
Natürlich macht ein europäischer Anbieter noch keinen perfekten souveränen Laptop. Wenn Windows drauf läuft, hängt man trotzdem wieder tief im Microsoft-Ökosystem. Wenn die Cloud daneben OneDrive heißt, ist auch nicht viel gewonnen. Und die Hardware-Lieferkette bleibt global. Aber: europäische Firma, europäischer Support, transparente Konfiguration, Linux-Fokus und reparaturfreundlichere Ansätze sind trotzdem Schritte in die richtige Richtung.
Nebenbei kann man sich auch Slimbook aus Spanien anschauen.
Ich habe vor, über den Sommer auf Linux zu wechseln - die Entscheidung über die Hardware habe ich noch nicht endgültig getroffen. Stay tuned!