Sonntag, 28. Juni, 2026

Raus aus Big Tech #15 - PowerPoint


Einleitung Raus aus BigTech: PowerPoint

Der Umstieg von Microsoft PowerPoint auf LibreOffice Impress war für mich überraschend unkompliziert. Ich hatte ehrlich gesagt damit gerechnet, dass ich mich erst länger umgewöhnen muss und dass möglicherweise meine vorhandenen Präsentationen nicht funktionieren, aber das war gar nicht der Fall. Ein paar Schriften waren am System nicht vorhanden, aber diese lassen sich ja nachinstallieren. Besonders angenehm ist, dass man die Oberfläche so einstellen kann, dass sie sehr ähnlich wie PowerPoint aussieht, mit Referentenansicht und Notizen. Dadurch fühlt sich Impress wie ein vertrautes Werkzeug an. Meine alten PPTX-Dateien konnte ich problemlos öffnen, und sogar die Animationen funktionieren - das war für mich einer der wichtigsten Punkte.

Spannend ist der Export als Hybrid-PDF: LibreOffice kann beim PDF-Export die ODP-Präsentation mit einbetten, das PDF sieht dann in normalen PDF-Viewern wie ein normales PDF aus, bleibt aber in LibreOffice wieder editierbar. PowerPoint kann natürlich auch als PDF exportieren, aber Microsoft nutzt den normalen PDF/XPS-Export.

Normalerweise speichert man Impress-Präsentationen als .odp. Technisch ist eine .odp eigentlich ein ZIP-Container. Darin liegen mehrere Dateien: XML-Dateien für Inhalt, Formatierung, Metadaten, eingebettete Bilder, Medien usw. Vorteil: Die Datei ist kompakter, normal kompatibel und das Format, das man im Alltag verwenden sollte.

Zusätzlich kann Impress Präsentationen aber auch als .fodp speichern: eine Flat OpenDocument Presentation ist dieselbe Art von Präsentation, aber als eine einzige, unkomprimierte XML-Datei gespeichert. “Flat” heißt hier: alles möglichst in einem einzigen XML-Dokument. Dadurch ist die Datei meistens größer, aber dafür sehr gut lesbar für Tools, Git, Diff-Vergleiche und Versionskontrolle.

Und unterschiedliche Varianten von PPTX beherrscht Impress ebenso.

Sonntag, 21. Juni, 2026

23.06.2026 LSZ Cybercrime Forum Wien


Einleitung LSZ Cybercrime Forum Wien 2026

Programm

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Sonntag, 14. Juni, 2026

Raus aus Big Tech #14 - Proton MFA in Google


Einleitung Raus aus Big Tech: Proton MFA in Google

Vor einiger Zeit bin ich von Google Authenticator zu Proton umgestiegen (Raus aus Big Tech #4). Jetzt wurde ich gefragt, ob man den Proton Authenticator auch mit Gmail und andern Google-Diensten verwenden kann. Ja, kann man!

Im Google Account unter Sicherheit und Anmeldung:

MFA aktivieren, Authenticator App hinzufügen. Selbstverständlich wird einem der Google Authenticator vorgeschlagen, aber ich habe den QR Code einfach mit dem Proton Authenticator gescannt. Alternativ kann man den Proton Eintrag auch manuell erstellen, das funktioniert ebenso problemlos.

Sonntag, 7. Juni, 2026

Raus aus Big Tech #13 - Tschüss, Windows


Einleitung Raus aus BigTech: Ausstieg aus Microsoft Windows

Es ist vollbracht! Der Ausstieg aus Windows war wesentlich einfacher als gedacht. Ich habe mich für einen Laptop von TuxedoComputers entschieden (siehe Raus aus Big Tech #9 - Laptops aus Europa) und bin jetzt schon hochzufrieden damit. Schon die Ersteinrichtung war ein Highlight: kein Microsoft, das mich zur Nutzung eines Accounts zwingen will, keine Überredungsversuche, meine Nutzungsdaten zu teilen, einfach nur die simple Einrichtung eines lokalen Accounts.

Meine Peripheriegeräte wurden anstandslos erkannt, kein einziger Treiber musste nachinstalliert werden. Das Betriebssystem ist Tuxedo Linux auf der Basis von Ubuntu. Libre Office ist bereits vorinstalliert, ebenso Firefox und Thunderbird. Viele meiner Lieblingsprogramme wie z.B. Obsidian, Calibre, Cherrytree, etc. sind einfach über den Anwendungsmanager zu installieren.

Beim Einrichten meiner gewohnten Arbeitsumgebung hat geholfen, dass ich vorher unter Windows schon Proton Pass, Proton Authenticator und Firefox eingerichtet hatte, wie ich in früheren Folgen meines Blogs beschrieben habe. So musste ich mich nur in Proton Pass authentifizieren, der Rest war dank der Synchronisierung super einfach.

In letzter Zeit habe ich öfters gehört, dass scheinbar bei Apple neue Programme über die GUI UND(sic!) über die Commandline installiert werden müssen, da sie sonst nur auf jene Art aufrufbar sind, mit der sie installiert wurden. Dieses fragwürdige Problem habe ich unter Linux nicht - ich habe Wireshark und PuTTy über CLI installiert und kann die Software ohne Zusatzaufwand auch in der GUI nutzen. Für die meisten Programme gibt es Linux-Versionen. Ich erwarte aber, dass ich vielleicht die eine oder andere Spezialsoftware finden könnte, die Windows-only ist, wie ich damit umgehe, werde ich nächste Woche berichten.

Meiner Meinung nach muss sich niemand vor dem Umstieg auf Linux fürchten, die Bedienung der Linux-Oberfläche ist auch für Windows-User intuitiv möglich.