Der Umstieg von Microsoft PowerPoint auf LibreOffice Impress war für mich überraschend unkompliziert. Ich hatte ehrlich gesagt damit gerechnet, dass ich mich erst länger umgewöhnen muss und dass möglicherweise meine vorhandenen Präsentationen nicht funktionieren, aber das war gar nicht der Fall. Ein paar Schriften waren am System nicht vorhanden, aber diese lassen sich ja nachinstallieren. Besonders angenehm ist, dass man die Oberfläche so einstellen kann, dass sie sehr ähnlich wie PowerPoint aussieht, mit Referentenansicht und Notizen. Dadurch fühlt sich Impress wie ein vertrautes Werkzeug an. Meine alten PPTX-Dateien konnte ich problemlos öffnen, und sogar die Animationen funktionieren - das war für mich einer der wichtigsten Punkte.
Spannend ist der Export als Hybrid-PDF: LibreOffice kann beim PDF-Export die ODP-Präsentation mit einbetten, das PDF sieht dann in normalen PDF-Viewern wie ein normales PDF aus, bleibt aber in LibreOffice wieder editierbar. PowerPoint kann natürlich auch als PDF exportieren, aber Microsoft nutzt den normalen PDF/XPS-Export.
Normalerweise speichert man Impress-Präsentationen als .odp. Technisch ist eine .odp eigentlich ein ZIP-Container. Darin liegen mehrere Dateien: XML-Dateien für Inhalt, Formatierung, Metadaten, eingebettete Bilder, Medien usw. Vorteil: Die Datei ist kompakter, normal kompatibel und das Format, das man im Alltag verwenden sollte.
Zusätzlich kann Impress Präsentationen aber auch als .fodp speichern: eine Flat OpenDocument Presentation ist dieselbe Art von Präsentation, aber als eine einzige, unkomprimierte XML-Datei gespeichert. “Flat” heißt hier: alles möglichst in einem einzigen XML-Dokument. Dadurch ist die Datei meistens größer, aber dafür sehr gut lesbar für Tools, Git, Diff-Vergleiche und Versionskontrolle.
Und unterschiedliche Varianten von PPTX beherrscht Impress ebenso.